Fascinating Myanmar

Myanmar is one of the most fascinating, mystical and impressive countries in the world. Due to its turbulent history however, it is also still one of the poorest countries in Southeast Asia.

Myanmar is a multi-ethnic state with about 135 ethnic groups and offers a wealth of cultural characteristics, scenic beauty or architectural achievements. In the following, we will give you a small but striking excerpt of all this. Knowing full well that a country, its peculiarities and the diversity of its people can never be presented in its entirety. In keeping with our commitment, at the end of the page we will discuss Myanmar's educational system.

Im Folgenden geben wir Ihnen einen kleinen, aber markanten Ausschnitt all dessen wieder. Wohlwissend, dass ein Land, seine Besonderheiten wie die Verschiedenartigkeit der Menschen nie in seiner Gänze dargestellt werden können. In Anlehnung an unser Engagement gehen wir am Ende der Seite auf das Bildungssystem Myanmars ein.

Hospitality and Religion

Myanmar hat eine tief verwurzelte Kultur der Gastfreundschaft und Offenheit – die meisten Menschen, die Myanmar besuchen, sind beeindruckt von der herzlichen, gastfreundlichen und hilfsbereiten Art der Einheimischen. In kaum einem anderen Land in Südostasien ist der Buddhismus so tief verwurzelt wie in Myanmar und Religion spielt eine wichtige und tragende Rolle. Mönche und Nonnen, von denen es Hunderttausende gibt, nehmen einen verehrten Platz in der Gesellschaft ein und es gibt unzählige Pagoden und Klöster im ganzen Land.

Für viele Besucher am beeindruckendsten ist sicherlich die Shwedagon Pagode in Yangon. Sie gilt als Wahrzeichen des Landes und ihre vergoldeten Stupa überragt die Hauptstadt majestätisch.

Außerhalb der Zentralmyanmars, insbesondere in Teilen der Kachin-, Karen- und Chin-Staaten, wird das Christentum praktiziert. Amerikanische Missionare spielten im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert eine große Rolle bei der Bekehrung ehemals animistischer Einheimischer, und Elemente des Animismus sind nach wie vor Teil dieser Kulturen. Auch der Islam und Hinduismus sind fester Bestandteil der myanmarischen Gesellschaft. Vor allem in Yangon kann man die kulturelle Vielfalt des Landes bestaunen – reihen sich hier doch Kirchen, Tempel und Pagoden aneinander.

Tea Houses

Das bunte Treiben in den Teehäusern gehört zum Straßenbild Myanmars wie die unzähligen Pagoden. Die Gäste sitzen auf kleinen bunten Stühlen, Kellner rufen die Bestellungen der Gäste direkt in die Küche und wer eine Bestellung aufgeben oder bezahlen will, macht mit einem kussartigen Schmatzen auf sich aufmerksam. Tee ist das Nationalgetränk Myanmars und grüner Tee wird in Restaurants und Cafés zu jeder Tageszeit gratis serviert.

Unaufgefordert werden Snacks angeboten, man bezahlt aber nur das, was man verzehrt. Tea-Shops sind besonders morgens sehr belebt. Man trifft kurz den Nachbarn, erhält die neusten Nachrichten und beginnt seinen Tag wie selbstverständlich mit einem grünen Tee. Ähnlich wie der Italiener seinen Espresso in der Eckkneipe zu sich nimmt und Franzosen eben mal kurz im Bistro vorbeischauen, haben die Teehäuser eine besondere soziale Funktion.

Die Burmesen lieben Fußball und Lethwei (burmesisches Boxen). Und so ist es nur zu verständlich, dass sich irgendwo in jedem Teehaus ein Fernseher befindet und eine Sportsendung läuft.

Thanka

After a few hours stay in Myanmar, you will notice that many Burmese use a kind of make-up called Thanaka. This yellowish-white paste is applied to the face of women and, to a lesser extent, men. Thanaka may be the beauty recipe of many Burmese women - its application promises radiant skin and protection from the sun. At markets you can buy Thanaka either finished as a paste or you buy large wood sticks, whose bark you grate on a stone with water to form a paste. Pieces of bark from trees that are widespread in the region, such as the Indian wood apple tree, are used for production.

Die schwimmenden Gärten des Inle-Sees

Another special feature of Myanmar are the so-called floating gardens on Inle Lake. These are beds built of silt and the roots of the lush water hyacinths that float on the lake. Bamboo poles anchored in the ground keep them in place. Tomatoes are the main crop grown in these beds. Most of the harvest is delivered in the capital Yangon!

The excessive use of fertilizers and pesticides in recent years has led to an increasing deterioration in water quality. Therefore, a training center was established in 2019 to teach sustainable tomato cultivation.

The Inle-See ist mit einer Länge von 22 Kilometern und einer Breite von elf Kilometern der zweitgrößte See des Landes. Er befindet sich in 900 Metern Höhe und ist umgeben von der traumhaften Kulisse der Shanberge.

Die Intha, auch Einbeinruderer genannt, leben schon seit Jahrhunderten an den Ufern des Sees. Sie sind berühmt für ihre Fangtechnik: Auf einem Bein stehend, navigieren sie ihr Boot geschickt über den Inle-See.

Wer heute an den Inle-See fährt, wird viele dieser Fischer sehen – allerdings nicht mehr als Fischer, sondern als Fotoobjekt für Touristen. Denn das beschert mittlerweile größere Einnahmen als die Fischerei! .

Die Gesichtstätowierungen der Chin-Frauen

Ähnlich wie die Thanaka-Bemalung vieler Frauen bilden die Tätowierungen der Chin-Frauen eine Besonderheit und entstammen einer jahrhundertalten Tradition. Die Hintergründe der Tätowierungen sind nicht wirklich geklärt.

Es gibt verschiedene Legenden, die die schmerzhafte Prozedur begründen. Ein Erklärungsansatz ist, dass die Gesichter der 7-9 Jahre jungen Mädchen des Chin-Volkes tätowiert wurden, um die Mädchen vor Entführungen durch andere Stämme zu schützen.

Einer anderen Legende nach, dienten die verschiedenen Motive dazu, die Zugehörigkeit zum jeweiligen Chin-Stamm zu kennzeichnen. Der Schutz vor bösen Geistern ist ebenfalls eine nachvollziehbare Begründung für die Tätowierungen.

 
 

The temple city Bagan

Bagan war früher die Hauptstadt eines Königreichs, das etwa die Ausmaße des heutigen Staatsgebietes von Myanmar hatte. Zwischen 900 – 1300 zählte Bagan zu einer der größten Städte des Mittelalters und war etwa 15-mal größer als das damalige London.

Heute gehört Bagan zu den größten archäologischen Sensationen Asiens und ist vergleichbar mit Angkor Wat in Kambodscha. Über eine riesige Steppenlandschaft verteilt reihen sich unzählige Tempel aneinander, beindruckende Bauwerke, deren Magie sich niemand zu entziehen vermag.

Man kann Tage damit verbringen, auf dem Gelände umherzustreifen und immer wieder Neues zu entdecken. Ein Aufenthalt hier lässt die Zeit stillstehen und wer Bangan einmal besuchen durfte, wird sie ewig in Erinnerung behalten.

The Myanmar Education System

The current education system is comparable to that of mayn western countries.
Kinder besuchen im Alter von sechs bis zehn Jahren eine Grundschule und anschließend eine Mittelschule. Der offizielle Schulbesuch endet mit 14 Jahren.
Es besteht eine Schulpflicht bis zur 5. Klasse, die zumeist an staatlichen Schulen oder Klosterschulen abgeleistet wird. Ihr Besuch kostenlos.
Ein Oberschulbesuch wird mit dem 19. Lebensjahr beendet. Der erfolgreiche Abschluss einer Oberschule berechtigt zum Studium an einer Universität.
 

Studying

 Studieren darf in Myanmar nur, wer ein Matrikulationsexamen besteht. Das sind zurzeit etwa 40% pro Jahr. Im Vergleich zu anderen asiatischen Ländern schließt das Bildungssystem Myanmars immer noch schlecht ab, aber die Reformbemühungen sind spürbar und die Qualität der Bildungseinrichtungen steigt stetig. Verglichen mit anderen Ländern sind die Universitätskosten in Myanmar erfreulicherweise niedrig. Trotzdem stellt studieren für viele junge Menschen eine unüberwindbare Hürde dar.
 
Verantwortlich dafür sind die hohen Lebensunterhaltungskosten in den Städten. Wer nicht auf einen Verwandten in der jeweiligen Stadt zurückgreifen kann, hat trotz gutem Schulabschluss kaum eine Chance zu studieren. Vor allem für begabte junge Menschen aus den abgelegenen Regionen Myanmars bietet sich so keine Möglichkeit, ihr Potential voll zu entfalten und sich in den Dienst und die Entwicklung ihres Landes zu stellen. Zumal es auch so gut wie keine staatlichen Unterstützungs- oder Förderprogramme gibt.
 
And this is exactly where Colours of Life e.V. steps in - giving people chances and perspectives!

Education has traditionally always been of great importance in Myanmar society. This can be explained, among other things, by Buddhist religious practices in which ignorance is cited as a major cause of human suffering and the rebirth associated with it. Even though the acquisition of knowledge was of a religious nature at the time and was geared towards the study of Buddhist texts and the correct practice of religion, reading and writing were an integral part of early childhood education. In many places, this provided monastic schools, where children were taught for free. During the colonial period, secular schools were established throughout the country. Their aim was to teach the English language and knowledge such as accounting and geography. The aim was to educate people who could carry out the tasks of the colonial administrative apparatus. The British first tried to use the monastic school system. This failed, however, due to the resistance of the monks and so the first secular schools were opened around 1870. And with the permission of the then king, Christian missionary schools were allowed to be established throughout the country as early as the beginning of the 19th century. This is the reason why Christian religious communities still exist today, especially in the more remote rural border regions of Myanmar.

Nach der Unabhängigkeit Myanmars 1948 folgte eine kurze Phase einer parlamentarischen Demokratie. 1962 wurde sie durch einen Militärputsch abgelöst und die darauffolgende Militärdiktatur regierte das Land jahrzehntelang nach sozialistischen Leitsätzen.

Das hatte auch Auswirkungen auf das Bildungssystem. In den 1960er Jahren wurden alle privaten Schulen und Universitäten verstaatlicht und unter zentralistische Kontrolle gestellt. Zwar erhielt die Förderung der Bildung von staatlicher Seite eine hohe Priorität, sie bezog sich jedoch nur auf die primäre Bildung. Der Fortschritt beim Zugang zur Grundschulbildung für alle sowie die Reduzierung der Analphabetenrate fanden sogar international Anerkennung: Die UNESCO verlieh der Regierung 1972 den von der iranischen Regierung gestifteten Mohammed Reza Pahlavi Preis. Doch nach Unabhängigkeit strebende und politisch aktive Studierende waren der Regierung ein Dorn im Auge. Und so wurden 1988 als Folge des blutig niedergeschlagen regierungskritischen Studentenaufstandes Universitäten für Jahre geschlossen. Führende Intellektuelle sperrt man in Gefängnisse oder zwang sie das Land verlassen. Zusätzlich schottete sich das Land jahrelang von der Außenwelt ab. Als Auswung dieser Abschottung gab es kaum noch muttersprachliche EnglischlehrerInnen und das gelehrte Niveau der Sprache sank stark.

Mit der graduellen politischen und wirtschaftlichen Öffnung Myanmars seit 2011 werden nun dringend notwendige Bildungsreformen angegangen und Finanzierungslücken geschlossen. In den Jahren 2011 bis 2016 stiegen die öffentlichen Ausgaben für das Bildungssystem um 316%. „Building a modern developed nation through education“ zu Deutsch „Mit Bildung zu einer modernen, entwickelten Gesellschaft“ ist eine der Leitsätze der jetzigen Regierung. Aktuell befindet sich das Bildungssystem Myanmars im Umbruch. Im ersten Nationalen Strategieplan für Bildung (2016-2021) hat die burmesische Regierung neun Bereiche identifiziert, die Sie langfristig verändern möchte. Einer der Kernpunkte ist die Erhöhung der Schuljahre von 11 auf 12. Mit dieser Maßnahme strebt die Regierung eine Angleichung an internationale Standards an. Gleichzeitig wird es damit für myanmarische junge Erwachsene leichter, sich für ein Studium im Ausland zu bewerben. Am zweiten Strategieplan (2021-2026) wird aktuell gearbeitet, er soll Anfang 2021 vorgestellt werden.

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